Eingewöhnung

Wie ein vertrauensvolles Miteinander entsteht

DAS IST UNS WICHTIG! Verständlicherweise fällt es Euch sicherlich nicht ganz leicht, Euer Kind in die Kita zu geben und es somit einer Erzieherin anzuvertrauen, die noch relativ fremd ist.

Um Euch und Euren Kindern einen guten Einstieg in diese Zeit zu ermöglichen, schaffen wir eine Umgebung, in  der sich sowohl Euer Kind, als auch Ihr Euch wohl und sicher fühlt, damit ein vertrauensvolles Miteinander entstehen und wachsen kann! 

Ohne starren Rahmen

Um einen guten Start in das Kita-Leben zu bieten, gestalten wir die Eingewöhnungszeit individuell, ohne starres Konzept. Die Kinder sollen einen möglichst sanften Übergang vom Familienleben zur neuen Umgebung in der Kita erleben. Dazu ist es uns wichtig, dass die Familien in Ruhe bei uns ankommen.

Das Kind, ein Elternteil und die pädagogische Fachkraft gestalten aktiv die ersten Tage in der Gruppe. Es gibt genug Raum und Zeit für Kind und Elternteil, die Abläufe zu beobachten, die anderen Kinder und Fachkräfte kennenzulernen und den Alltag zu erleben. 

Wann Ihr dann das erste Mal »Tschüss«, sagt besprecht Ihr Schritt für Schritt mit dem Team in der Gruppe. Nachdem Ihr den Gruppenraum verlassen habt, wartet Ihr, vielleicht bei einer Tasse Kaffee oder Tee, im Mitarbeiterraum. Dies ist bestimmt ein sehr aufregender Moment für alle, aber die erste Trennung ist nicht lang und Ihr dürft sicher sein, wenn es Eurem Kind nicht gut geht, werden wir Euch sofort wieder dazu holen.

Gemeinsam mit Euch nehmen wir uns die Zeit, die Euer Kind braucht, um sich bei uns in der Kita glücklich und angekommen zu fühlen.

Wie lange dauert eine Eingewöhnung?

Es lässt sich nicht pauschal vorhersagen, wie lange eine Eingewöhnung dauert. Es ist mit mindestens 4-6 Wochen zu rechnen.

Die sieben Phasen des Ankommens

Nach Dr. Marjan Alemzadeh - Partizipatorisches Eingewöhungsmodell
  • Phase 1: Informieren - die Eingewöhnung vorbereiten (erste Kennenlern-Gespräche zwischen Eltern und Leitung/päd. fachkräften, Möglichkeit zur Hospitation)
  • Phase 2: Ankommen in der Einrichtung (Kind und Eltern bekommen Zeit, um sich mit dem Ort vertraut zu machen, gegenseitiges Vertrauen wird gefördert)
  • Phase 3: In Kontakt gehen (Die päd. Fachkraft nutzt ihre beobachtungen für passende Spielangebote, das Kind fühlt sich mit seinen Bedürfnissen wahrgenommen)
  • Phase 4: Beziehungen aufbauen (Das Kind geht gerne mit der Fachkraft in Kontakt, geht auf Spielangebote ein ohne sich immer bei den Eltern abzusichern - nun beginnt der Beziehungsaufbau)
  • Phase 5: Wohlfühlen (Das Kind kommt freudig in die Kita, geht auf die Begrüßung ein, beteiligt sich an Interaktionen, erkundet eigenständig = "Ich bin angekommen")
  • Phase 6: Bereit für den Abschied (Eltern und Kind entscheiden aktiv über den Zeitpunkt mit, alle Beteiligten sollen sich mit der Entscheidung wohlfühlen, bei Trauer ist die Fachkraft für das Kind da)
  • Phase 7: Kita wird zum Alltag (die Trennung gelingt ohne Proteste, die Kinder beteiligen sich aktiv an Alltags- und Spielsituationen, sie zeigen Wohlbefinden, die Zeit ohne Eltern wird nach und nach verlängert)